Es ist Krieg – ein paar Worte dazu

Wenn man in der Vergangenheit von Krieg gesprochen hat, dann hatte man dabei die Vorstellung von Soldaten in Uniform und einem mehr oder weniger klaren Bild davon, wer „Freund“ und wer „Feind“ in einem solchen Konflikt war.

Doch schon in den Weltkriegen war dieses Bild nicht mehr wirklich haltbar. Die Symmetrie der Schlachten löste sich mehr und mehr auf. Die asymmetrische Kriegsführung, welche natürlich nicht erst seit den beiden Weltkriegen die „Schlachtfelder“ definierte, bestimmte von nun an den Krieg. Keine klaren Frontlinien mehr und manchmal war auch schon damals nicht mehr erkennbar, wer „Freund“ oder „Feind“ – und noch viel schlimmer – es war nicht mehr erkennbar, wer „Zivilist“ und wer „Soldat“ war.

Gemeinsame Regel, die man sich gab, wie die „Haager Landkriegsordnung“ oder die „Genfer Konvention“ – beides wesentliche Elemente des humanitären Völkerrechts – waren nicht immer wirksam.

Doch die Kriegsführung hat sich weiter verändert. Schon Kriege wie beispielsweise der Vietnam-Krieg haben aufgezeigt, dass selbst der Begriff der asymmetrischen Kriegsführung, aus meiner Sicht, nicht mehr vollständig als Definition herangezogen werden konnte, gleichwohl hier noch eine gewisse Klarheit über die Kriegsparteien bestand.

Und heute? Den „Terror“ von Paris, Istanbul und Brüssel unmittelbar vor Augen und die alltäglichen Nachrichten von Aktionen diverser islamistischer Gruppierungen in den Medien zeigt ein neues Bild des Krieges.

ES IST KRIEG, auch wenn dieser Terminus von staatlichen Stellen und verschiedensten Gruppierungen in unserer Gesellschaft gerne gemieden, ja sogar vehement abgestritten und als Terrorismus „verharmlost“ wird.

Es ist eine neue Form des Krieges, weltumspannend, grausam, unkontrollierbar. Eines Krieges, der keine Regeln kennt und der von ehrlosen Feiglingen geführt wird.

Und JA, dieser Krieg hat auch mit Religion zu tun, konkret mit EINER Religion, dem Islam. Dieser liefert die Legitimation und die Motivation für das Handeln der meisten Beteiligten in diesem Krieg. Auch wenn man manches von deren Tun als kriminell einstufen möchte, hat es doch seine Grundlage in den Werken und Auslegungen dieser Religion. Dies muss man so sehen und sollte man nicht in Abrede stellen.

Ein friedliebender, offener Muslim steht in diesem Krieg zwischen den Fronten. In den Lagern der islamistischen Kriegstreiber ist er ein Ungläubiger und damit noch schlimmer als ein Christ (von dem verlangt man Steuern) und auf der anderen Seite der „Frontlinie“ wird er auf eine Stufe mit diesen Kriegstreibern gestellt. Er wird sich irgendwann entscheiden müssen.

Militärische Interventionen des „Westens“ wie in Syrien oder Afghanistan sind nur Ausdruck der Hilflosigkeit einer solchen Form des Krieges gegenüber. Die herkömmlichen Mittel versagen und andere hat man nicht.

Die Interventionen Russlands sind in diesem Kontext allerdings unter anderen Vorzeichen zu sehen.

Dieser Krieg drückt sich auch nicht „nur“ in Bombenattentate oder ethnisch, religiös oder kriminell motivierter Aktionen aus. Diese sind dessen blutige, widerliche Fratze. Auch hat dieser Krieg nicht nur ausschließlich ein religiös geprägtes Gesicht.

Subtile Propaganda hat eine neue perfide Dimension erreicht und ist Ausdruck dieses Krieges. Man nehme hier nur mal Russland, welche derzeit alle Kanäle zur Desinformation nützt. Gruppierungen wie Anonymus sind, ob bewusst oder unbewusst, Teil dieses Propagandaapparates. Einer Propaganda dessen Ziel die Destabilisierung – ganz besonders Europas – ist. Die Flüchtlinge, die in großen Massen hierher gelangen, werden darin massiv instrumentalisiert.

Die Saat dieser Propaganda geht auf, die Gräben in der Bevölkerung Europas werden immer tiefer, der Zusammenhalt, ein eh schon sehr fragiles Gebilde, schwindet rapide. Naiv wird von jeder Seite in die Propagandafalle getappt, die das jeweilige eigene Weltbild bedient. Diese Propaganda ist breit angelegt, da ist für jeden etwas dabei.

Es werden ganz gezielt dort Feindbilder und Frontlinien geschaffen, wo man zusammenstehen müsste.

Diesem Krieg ausweichen kann keiner von uns. Er ist da, überall, zu jeder Zeit, an jedem Ort. Was wir aber tun können: Aufhören die Gräben weiter zu vertiefen und stattdessen den Schulterschluss finden. Auch müssen wir lernen, mit dieser Form des Krieges umzugehen und uns darauf einzustellen, statt diesen mit „politisch korrekten Formulierungen“ zu verharmlosen.

Es benötigt dazu mehr als nur einer zwingend notwendigen neue militärische Strategie, es bedarf eines grundlegenden gesellschaftlichen Wandels, in der wirtschaftliche Ziele und Wachstum nicht das Dogma darstellen.

An die Verantwortlichen in Europa sei die Botschaft gerichtet

Ihr habt DIE PFLICHT, vor allem andern, den Kern zu sichern, mit allen Mitteln! Ihr müsst den Menschen IN EUROPA die Angst nehmen, dazu müsst ihr auch akzeptieren, dass diese Angst berechtigt ist und die Sorgen der Menschen ernst genommen werden müssen. Ihr seid verpflichtet euch um die Menschen Europas zu kümmern, nicht um Finanz- und Wirtschaftsinstitutionen und Organisationen.

An uns, den Menschen dieser Gemeinschaft liegt es, die Gräben, die aufgerissen wurden – auch durch das planlose Handeln der Politik und der Naivität vieler Menschen, ganz besonders in Deutschland – zuzuschütten und zueinander zu stehen, ohne Ideologie, ohne Religion!

Denn nur dann, wenn die Persönlichkeit Deutschlands, noch besser Europas stark ist und wenn wir unsere Werte, die auf dem Leitspruch der Französischen Revolution „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ basieren sollten, wirklich leben, dann und nur dann haben wir eine Chance der Welt ein friedliches Antlitz und denen die Hilfe suchen auch wahre Hilfe zu geben.

HANDSHAKES MAKES THE WORLD BETTER

Autor: Richard Vizethum
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Originaltext: www.old-rose.com

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